Galerie von Alexa Kumm

Meine künstlerische Auseinandersetzung folgt fast immer der Frage: Warum ist das so? Die Themen befassen sich nahezu ausschließlich mit menschlichen Emotionen. In der künstlerischen Darstellung gibt es bei mir vier Schwerpunkte: Das Arbeiten in Collagen, Büchern, Leporellos und Serien. Es ist mir wichtig, meine Arbeiten in unregelmäßigen Abständen zu überprüfen. Und ich behalte mir die Freiheit vor, sie zu zerstören.

Sicherlich ist es ein Nachteil, dass die Arbeiten durch einzelne Zerstörungen etwas zusammenhanglos erscheinen. Aber es ist mir wichtiger als Arbeiten zu haben, in denen ich mich nicht wiederfinde.

Format: Collage

Collagen erlebe ich als etwas, wo flüchtig Zusammengefügtes ein Ganzes ergibt. Es ist für mich die größte Freiheit im Entstehungsprozess, im Sammeln, Ordnen, Sortieren, Gestalten – ein großes Spiel, ein großer Spaß.

Ein Ganzes wird auseinandergenommen, demontiert, gemischt, neu zusammengefügt und erlaubt so eine neue Sicht oder Perspektive auf ein Thema.

Format: Buch

Das Arbeiten im Buch ist hart für mich. Es ist ein langsamer Prozess, der sich teilweise über Jahre hinzieht. Ein Thema wird dabei nicht unbedingt chronologisch durchgearbeitet und entbehrt jeglichem Anspruch auf Vollständigkeit.

Gnadenlos kommt es zu einer Interaktion zwischen dem Buch und mir – einem Buch kann ich nicht entrinnen und sehe mich am kompromisslosesten meinen eigenen Fehlentscheidungen ausgeliefert.

Format: Leporello

Leporellos bedeuten für mich die Zwischenstufe zwischen der Collage und dem Arbeiten im Buch. Sie sind sehr spielerisch in der Entstehung, aber bereits fester gefügt als die Aussage einer Collage.

Methodisch fließen durchaus Elemente der Collage in ein Leporello mit ein. Im Leporello finde ich einen eher künstlerisch, poetischen Ausdruck.

Format: Serie

Das Arbeiten in Serien wiederum hat etwas Spielerisches, Leichtes, Lockeres im Schaffensprozess. Selbst, wenn das Thema an sich ein schwer fassbares oder schweres ist.

Es kann genauso eindringlich wie das Arbeiten in einem Buch sein – dabei aber nicht so gnadenlos.

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